1. Tag – 29. April 2016

Matrioska Dreamteam

Florian Sighartner: Violine
Sebastian Küberl: Kontrabass
Judith Schwarz: Schlagzeug
http://www.matrioska-dreamteam.at/#

P6090350

„Matrioska als Sinnbild für die Verschachtelung der Welt, die Relativität der Dimensionen und die Liebe zum Detail. Denn wenn man geglaubt hat die letzte Matrioskapuppe geöffnet zu haben, kommt doch noch eine kleinere zutage, ein herrliches Gefühl der Unendlichkeit macht sich breit.
Die Musik von Geiger Florian Sighartner, Kontrabassist Sebastian Küberl und Schlagzeugerin Judith Schwarz zeugt von einer ausgeprägten Rock- Attitüde, die sich jedoch im subtilen Gewand verschiedenster Spielformen des Jazz präsentiert. Unkonventionalität ist Programm, sie fängt bei der Besetzung an und hört bei den Kompositionen nicht auf. Die Violine fungiert plötzlich als Rhythmusinstrument, der Kontrabass mutiert zur Gitarre, das Schlagzeug entpuppt sich mitunter als Streichinstrument. Die Welt steht Kopf und plötzlich erahnt der überraschte Zuhörer, wie relativ doch alles ist. Er fragt sich: „Was passiert hier eigentlich?“ und findet sich völlig eingenebelt von meditativ-psychodelischen Klängen wieder, die inzwischen den Raum erobert haben. Sodann wird er von treibenden Grooves aus der Abschweife herausgebeutelt, der Puls steigt, Tanzeslust kündigt sich an. Der Sound dieser Band ist eingängig und doch herausfordernd, Virtuosität ist nur Mittel zum Zweck, und der Verzicht auf ein typisches Harmonieinstrument erweist sich durch geschickt angelegte Arrangements und erweiterte instrumentale Spielweisen als Pforte zu ungeahnten Klangwelten.“ (Pressetext)

DACH

Andrej Prozorov: Sopransaxophon
Ilya Alabuzhev: Bass
David Six: Klavier
Mathias Ruppnig: Schlagzeug
http://www.dachmusic.com/about.php
DACH (Heinrich Lipner)

Das Quartett DACH ist ein im besten Sinne demokratisches, internationales Ensemble. Eine Working Band, die sich über die Jahre einen sehr eigenständigen Sound erarbeitet hat. Die vier Musiker, aus zwei Ländern kommend, leben derzeit in vier Städten und auf
zwei Kontinente verteilt. Die Gründung eines gemeinsamen Ensembles war also ein notwendiger Schritt, um sowohl ihre individuellen musikalischen Interessen wie auch ihre Reisepläne unter ein Dach zu bringen. Der Name des Ensembles DACH ist jedoch nicht nur pragmatisch zu verstehen. Im Ukrainischen bedeutet Dach sowie wie Verstand, die Sprache jenes Landes, in dem diese Band ihre erste Tour gespielt hat.
Einflüsse aus dem Jazz, der klassischen Musik, Folklore und indischen Rhythmustradition sind bestimm nicht abzustreiten, führen jedoch bei dem Versuch einer Beschreibung ihrer Musik auch in die Irre. Vielmehr tanzen vier recht unterschiedliche Persönlichkeiten um das Feuer der
Improvisationskunst, veredeln sich zelebrierend gegenseitig wo sie nur können und im Aufwind ihrer Temperamente segelnd kreieren sie eine ungeheuer homogene und spontane Musik mit hypnotischer Wirkung. (Pressetext)

Nifty’s

Fabian Pollack: Gitarre
Michael Bruckner: Gitarre
Dominik Grünbühel: Bass und MC
Valentin Duit: Schlagzeug
niftys.klingt.org/

Nifty's (©Bruckner/Murauer)

Nifty’s (©Bruckner/Murauer)

„Nach längerer Absenz legt das mit Haut und Haar undogmatische Klezmer-und Umgebung-Ensemble Nifty’s seinen dritten Longplayer vor. Besser gesagt: virtuellen Klezmer, mit einem Hauch von Gangster-Touch – und wie lässig. Hier swingt das Vergnügen am Querfeldein-Musizieren aus jeder Pore dieser Listen Closely-CD. Dazu kommt als Bonus die professionelle Machart;. jene der Musik sowieso, aber auch jene der Aufnahme durch Alexandr Vatagin, des Masterings durch Patrick Pulsinger und der Covergestaltung durch Katharina Ernst – die an dieser Stelle zum
dritten Mal in dieser Ausgabe vorkommt. Soll vorkommen. Von den optimalen Rahmenbedingungen ab gesehen, fährt schon wieder der nächste Mid-Tempo-Heuler nach allen Regeln der Unterhaltungskunst unter die Haut ins Gemüt. Und am Ende (Vier) geht gleich das Herz auf.
Von den vier fiktiven Jewish Cowboys hat Pollack wieder die Mehrheit komponiert, Bruckner hat zwei Guzzis beigesteuert, Koch eines, ein Traditional (Freylekhs #6) komplettiert den dritten, bis dato entzückendsten Tonträger der Nifty’s- Gang. Und wie das erst live funktioniert. Frage nicht.“ (Andreas Fellinger, Freistil)

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