2. Tag – 22. April 2017

Gerri Jäger Solo


Gerri Jäger: Drums, Electronics

Semi-structured improvisation and elements of composition using drums, electronics, a vintage yamaha keyboard and a drum synthesizer.

Gerri ist gebürtiger Tiroler und lebt seit 17 Jahren in Amsterdam. Dort hat er am Kons Jazz studiert, mit den einheimischen Pionieren der Improvisation gespielt, die eine oder andere schräge Bands gegründet und regelmäßig durch Europa getourt. Für sein solo set verkabelt Gerri sein Schlagzeug, triggert den Synthesizer und manipuliert das Ganze mit Hilfe duzender Effektpedalen. Seine musikalische Hingabe ist die abenteuerliche Variante der Musik, das Improvisieren und Experimentieren jeglicher Art. Jedes Konzert anders als das andere. Gerri trommelt sonst noch in den Gruppen Naked Wolf, Rooie Waas, Knalpot und Poker. 

The Perlin Noise


Alessandro Vicard: Kontrabass, Kompositionen
Stephanie Schoiswohl: Sax
Irene Kepl: Geige
Villy Paraskevopoulos: Klavier
Mark Holub: Schlagzeug

Die Bezeichnung Perlin noise stammt ursprünglich aus dem visual-arts-Kontext und bezieht sich auf einen Algorithmus, mit dem sich die Komplexität von Naturphänomenen visuell darstellen lässt. Computergenerierte Grafik wirkt dadurch organischer, da kontrollierte Zufallserscheinungen von natürlichen Strukturen imitiert werden können. Im Gegensatz zu dem äußerst nützlichen namensgebenden Algorithmus behauptet THE PERLIN NOISE von sich selbst, keine Funktion zu erfüllen. Wir unterstellen mindestens Selbstzweck, erahnen aber tatsächlich Genuss auf höchster musikalischer Ebene.
Alessandro Vicards Kompositionen für THE PERLIN NOISE (QUINTET) wechseln zwischen vorgegebener Strukturiertheit und freier Improvisation. Pseudo-Barock verwandelt sich hierbei in Freejazz und geht dann in Techno-Romitelli über, während zwischendurch ein funkiges Ligeti-Zitat eingewoben wird.

Sylvia Bruckner Solo


Sylvia Bruckner: Klavier

Die österreichische Ausnahmepianistin Sylvie Bruckner erinnert an einen Kometen, selten und unberechenbar zieht sie Ihre Bahnen und wenn sie da ist, entfacht sie ein konzentriertes Feuerwerk voller Leidenschaft und Energie.
Hermann Nitsch schreibt, das Merkmal „guter„ Kunst wäre Intensität, und in diesem Sinne hören wir – mehr als „gute“ Musik! (Herbert Lacina)

„Sounds are detonating, sounds are blossoming, transforming into space. Dreamy phrases. Brooding. Dwelling. Sounds are coming closer. Sounds are moving away. Sounds are standing still. Lines are piercing the piano.Explosions. Going to extremes, moods, meditation, ecstacies, atmosphere. Lost in romance. Sounds are breathing deeply – standing in front of the audience like abstract paintings.
Free Jazz? “Yes, that is it too. That’s what I am, where I am running free, regardlessly”, Sylvia Bruckner is answering to this casual category. One should also mind the word “too”. (Ljubisa Tosic)